KATASTROPHENSCHUTZ & NOTHILFE

Notstrom für Katastrophenschutz: schnell einsetzbare Energie, auf der jede Minute zählt

Nach einer Überschwemmung, einem Erdbeben, einem Sturm oder einem Stromausfall müssen Kommunikation, Beleuchtung, medizinische Versorgung und Krisenkoordination weiterhin funktionieren. Mobisun liefert mobile Sonnenenergiesysteme für Hilfsdienste, Behörden, NGOs und Sicherheitsregionen.

Der Mobisun Solar Trailer, der 20ft Solar Container und der 40ft Solar Container kombinieren Solarmodule, Batteriespeicher, 230V- und 400V-Strom, Remote Monitoring und Generatorunterstützung. So kann vor Ort schnell eine eigenständige oder hybride Energieversorgung aufgebaut werden.

Von einem mobilen Krisenposten bis hin zu einem regionalen Nothilfezentrum: Mobisun bietet Energie auf drei Skalenebenen für Krisengebiete, Feldlazarette und temporäre Unterkünfte.

20–100kWh Batteriespeicher · 8–37,4kWp Solarleistung · Remote Monitoring · 230V und 400V · Generator-Backup · Dutch Design

Energie ist ein kritischer Faktor in jeder Krisenreaktion

Katastrophenschutz ist abhängig von Informationen, Koordination und Logistik. Ohne Elektrizität können lebenswichtige Einrichtungen schnell unter Druck geraten.

Denken Sie an:

  • ausgefallene Mobilfunknetze
  • leere Akkus von Funkgeräten und Telefonen
  • unzureichende Beleuchtung an Hilfe- und Unterkunftsorten
  • unterbrochene digitale Erfassung
  • Ausfall von Pumpen und Messtechnik
  • begrenzte Kühlung von Lebensmitteln, Medikamenten oder Materialien
  • Ausfall von Routern, Satellitenkommunikation und Computern
  • Überlastung der verfügbaren Generatoren
  • Probleme bei der Kraftstoffversorgung

Eine zentrale Energieversorgung mit Solarmodulen und Batteriespeicher reduziert die Abhängigkeit von kontinuierlich laufenden Kraftstoffgeneratoren. Ein Generator kann dennoch als zusätzliche Stromquelle bei langanhaltendem schlechtem Wetter, außergewöhnlicher Last oder niedrigem Batteriestand verfügbar bleiben.

Ein Energieplatform für mehrere Krisenfunktionen

Die Mobisun-Systeme können für verschiedene Krisenfunktionen eingesetzt werden, je nach berechneter Leistung und gewählter Konfiguration.

Krisenkoordination und mobile Kommandoposten

Ein temporärer Kommandopost benötigt Strom für Kommunikation, Informationsmanagement und Entscheidungsfindung. Die Systeme können Energie liefern für:

  • Laptops und Bildschirme
  • mobile Router
  • Satellitenkommunikation
  • Ladestationen für Funkgeräte und Mobiltelefone
  • Telefone und Tablets
  • Drucker und Scanner
  • Kartierungs- und Registrierungssysteme
  • Audiovisuelle Geräte
  • Arbeits- und Notbeleuchtung

Notkommunikation und Wiederherstellung der Erreichbarkeit

Wenn bestehende Verbindungen beschädigt oder überlastet sind, kann eine temporäre Kommunikationsinfrastruktur erforderlich sein. Die Energiesysteme können verwendet werden für:

  • temporäre mobile Sendemasten
  • 4G- und 5G-Ausrüstung
  • Starlink- und Satellitenterminals
  • WLAN-Netzwerke
  • Richtfunkstrecken
  • Leitstellenausrüstung
  • Kommunikationscontainer
  • Kameramasten und Sicherheitssysteme

Beleuchtung von Katastrophengebieten und Unterkunftsorten

Sichere und zuverlässige Beleuchtung wird benötigt bei:

  • Such- und Rettungseinsätzen
  • medizinischer Triage
  • Verteilungsstellen
  • temporären Unterkünften
  • sanitären Einrichtungen
  • Lagern
  • Durchgängen und Fluchtwegen
  • Registrierungsstellen
  • nächtlichen Arbeiten
  • Sicherung des Geländes

Mobile medizinische Stationen und Feldlazarette

Eine medizinische Notstation benötigt Strom für mehr als nur medizinische Geräte. Auch Beleuchtung, Registrierung, Kommunikation, Kühlung und unterstützende Einrichtungen sind auf Elektrizität angewiesen. Mögliche Anwendungen:

  • Untersuchungs- und Behandlungsbeleuchtung
  • Patientenregistrierung
  • Computer und Router
  • Diagnostische Geräte
  • Monitore mit passendem Energieprofil
  • Ladegeräte für medizinische Hilfsmittel
  • Ventilatoren
  • validierte Kühlgeräte
  • Kommunikation
  • temporäre Büroeinrichtungen
Wichtig: Für lebenserhaltende oder sonstige kritische medizinische Geräte ist ein validiertes Design mit ausreichender Reserve, Redundanz, Alarmsignalisierung und einer zusätzlichen Notstromquelle erforderlich.

Wassermanagement, Pumpen und Hochwasserschutz

Während Überschwemmungen und anderer Notfälle kann Elektrizität benötigt werden für:

  • Tauch- und Drainagepumpen
  • Wasserqualitätsmessungen
  • Sensoren und Datenlogger
  • mobile Aufbereitungsanlagen
  • Beleuchtung von Pumpen- und Arbeitszonen
  • Kommunikationsausrüstung
  • Dosier- und Kontrollsysteme
Pumpen können beim Einschalten erheblich mehr Leistung benötigen als im Normalbetrieb. Die Anlaufleistung muss daher separat bei der Systemauswahl berücksichtigt werden.

Temporäre Unterkünfte und Evakuierungszentren

Unterkunftsorte benötigen Energie für Grundversorgung und Organisation:

  • Beleuchtung
  • Telefonladestationen
  • Informationsbereitstellung
  • WLAN und Kommunikation
  • Kühlung
  • Registrierungstresen
  • Sicherheit
  • Belüftung
  • Arbeitsplätze für Mitarbeiter
  • Gemeinschaftsbereiche

Logistik, Verteilung und Lagerung

Auch die logistische Kette hinter der Hilfsaktion ist auf Strom angewiesen. Mobisun-Systeme können Energie liefern für:

  • Lagerbeleuchtung
  • Computer und Bestandsverwaltung
  • Scanner und Etikettendrucker
  • Kameraüberwachung
  • Kommunikationsausrüstung
  • Akkuladestationen
  • Elektrisches Werkzeug
  • Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung
  • Gekühlte Lagerung innerhalb der verfügbaren Kapazität

Warum Sonnenenergie im Katastrophenschutz?

Sonnenenergie und Batteriespeicher bieten spezifische Vorteile für den Kriseneinsatz.

Schnell einsatzbereit

Der Solar Trailer kann in etwa zehn Minuten von einer Person aufgestellt werden. Die 20ft- und 40ft Solar Container haben eine Aufstellungszeit von circa dreißig Minuten.

Weniger abhängig von Kraftstofflogistik

Solarmodule produzieren täglich neue Energie. Dadurch muss nicht jede Kilowattstunde aus geliefertem Kraftstoff stammen.

Leiser Betrieb mit Sonnenenergie und Akku

Wenn Geräte über die Solarmodule und den Akku versorgt werden, wird kein kontinuierlich laufender Verbrennungsmotor benötigt. Das ist wertvoll bei medizinischen Stationen, Unterkunftsorten und nächtlicher Krisenkoordination.

Keine lokalen Abgase während Akkubetrieb

Der Batterie- und Solarteil produziert im Normalbetrieb keine lokalen Verbrennungsgase. Ein eventuelle Backup-Generator muss im Freien und gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften aufgestellt werden.

Sowohl 230V als auch 400V

Die drei großen Systeme verfügen über einphasige und dreiphasige Anschlussmöglichkeiten. Der Solar Trailer liefert 230V 16A und 400V 10A. Die beiden Container bieten 230V 16A und 400V 63A.

Remote-Einblick

Über Remote Monitoring können Betreiber Leistung und Systemstatus aus der Ferne verfolgen. Dies kann unnötige Ortstermine reduzieren und hilft bei der Planung von Verbrauch und Wartung.

Skalierbar einsetzbar

Ein mobiler Trailer kann für die Ersthilfe eingesetzt werden. Ein Container kann anschließend eine langfristigere Energieversorgung für ein größeres Krisenzentrum, Feldlazarett oder eine Unterkunft bilden.

Die drei Mobisun-Systeme für den Katastrophenschutz

Von mobilem Notstrom bis zur regionalen Energiehub: drei Skalenebenen für den Kriseneinsatz.

Mobisun Solar Trailer

Mobisun Solar Trailer

Schnell einsetzbare Energie für die erste Krisenphase

20kWh Akku · 8kWp Solarmodule · 7kVA AC-Ausgang

Der Mobisun Solar Trailer ist ein mobiles Kraftwerk auf Rädern. Das System ist für Situationen konzipiert, in denen Energie schnell bewegt, aufgestellt und eingesetzt werden muss.

Das 30m² große Solarpanelfeld nutzt Solar Tracking. Mobisun gibt an, dass dies den Ertrag um bis zu 25% steigern kann. Das System kombiniert die Solarmodule mit einem 20kWh-Akku und einem 10kVA-Backup-Generator.

Wichtigste Spezifikationen

  • Batteriespeicher: 20kWh
  • Solarleistung: 8kWp
  • Modulfläche: Circa 30m²
  • AC-Ausgang: 7kVA
  • Backup-Generator: 10kVA
  • 230V: 1-phasig, 16A
  • 400V: 3-phasig, 10A
  • Solar Tracking: Bis zu 25% Extraertrag
  • Schutzklasse: IP54
  • Monitoring: Remote Monitoring & Control
  • Aufstellungszeit: Circa 10 Minuten
  • Gewicht: Circa 3,5 Tonnen

Geeignet für

  • erste Nothilfe
  • mobiler Kommandoposten
  • temporärer Kommunikationshub
  • medizinische Triage
  • Such- und Rettungsteams
  • Notbeleuchtung
  • temporäre Unterkunft
  • Unterstützung bei Stromausfällen
  • verstellbare Wasser- oder Pumpenanlagen
  • Energie während Wiederherstellungsarbeiten

Strategischer Vorteil

Der Solar Trailer ist das mobilste der drei Systeme. Dadurch kann er zuerst bei der akuten Reaktion eingesetzt und später an einen anderen Standort oder eine andere Funktion verlegt werden. Mobisun bietet den Trailer auch über Miet- und Leasingmodelle an.

Mobisun 20-Fuß-Solarcontainer

Mobisun 20ft Solar Container

Zentraler Notstrom für ein Feldlazarett oder eine Unterkunft

50kWh Akku · 13,3kWp Solarmodule · 22kVA AC-Ausgang

Der 20ft Solar Container ist ein vollständiges Off-Grid-Kraftwerk in Standard-Containergröße. Das System bietet mehr Speicher, Solarleistung und Ausgangsleistung als der Solar Trailer.

Die Kombination aus 50kWh Batteriespeicher, 13,3kWp Solarmodulen und 22kVA AC-Ausgang macht das System geeignet für eine größere temporäre oder langfristige Notversorgung. Der Container verfügt zudem über einen 20kVA-Backup-Generator und Remote Monitoring.

Wichtigste Spezifikationen

  • Batteriespeicher: 50kWh
  • Solarleistung: 13,3kWp
  • Modulfläche: Circa 60m²
  • AC-Ausgang: 22kVA
  • Backup-Generator: 20kVA
  • 230V: 1-phasig, 16A
  • 400V: 3-phasig, 63A
  • Solar Tracking: Bis zu 25% Extraertrag
  • Monitoring: Remote Monitoring & Control
  • Aufstellungszeit: Circa 30 Minuten
  • Gewicht: Circa 20 Tonnen

Geeignet für

  • Feldlazarette
  • zentrale Krisenzentren
  • Evakuierungs- und Unterkunftsorte
  • Kommunikationsstandorte
  • Logistik-Hubs
  • temporäre Regierungseinrichtungen
  • Wasseraufbereitung und Pumpensysteme
  • regionale Verteilungspunkte
  • langfristigere Wiederherstellungsarbeit
  • Mikronetze in betroffenen Gebieten

Strategischer Vorteil

Der 20ft Solar Container bietet eine gute Balance zwischen Transportierbarkeit und zentraler Kapazität. Für viele mittelgroße Krisenstandorte ist dies der logischste Ausgangspunkt für eine technische Dimensionierung.

Mobisun 40-Fuß-Solarcontainer

Mobisun 40ft Solar Container

Groß angelegte Energieinfrastruktur für langfristige Krisenreaktion

100kWh Akku · 37,4kWp Solarmodule · 44kVA AC-Ausgang

Der Mobisun 40ft Solar Container ist das leistungsstärkste System im aktuellen Sortiment. Mit 100kWh Batteriespeicher, 37,4kWp Solarmodulen und 44kVA Ausgangsleistung ist das System für größere und energieintensivere Krisenstandorte konzipiert.

Das Solarpanelfeld hat eine Fläche von circa 170m². Ein 40kVA-Backup-Generator kann eingesetzt werden, wenn die Solarproduktion und Batteriekapazität vorübergehend nicht ausreichen. Über Remote Monitoring können Ertrag, Verbrauch und Systemstatus aus der Ferne verfolgt werden.

Wichtigste Spezifikationen

  • Batteriespeicher: 100kWh
  • Solarleistung: 37,4kWp
  • Modulfläche: Circa 170m²
  • AC-Ausgang: 44kVA
  • Backup-Generator: 40kVA
  • 230V: 1-phasig, 16A
  • 400V: 3-phasig, 63A
  • Solar Tracking: Bis zu 25% Extraertrag
  • Monitoring: Remote Monitoring & Control
  • Aufstellungszeit: Circa 30 Minuten
  • Gewicht: Circa 27 Tonnen

Geeignet für

  • große Feldlazarette
  • regionale Krisen- und Koordinationszentren
  • umfangreiche Unterkunftsorte
  • mehrere gleichzeitig aktive Hilfsdienste
  • zentrale Logistikbasen
  • kritische Kommunikationsinfrastruktur
  • temporäre Mikronetze
  • Wasser- und Sanitäranlagen
  • umfangreiche Wiederherstellung
  • langfristiger Einsatz außerhalb des Stromnetzes

Strategischer Vorteil

Der 40ft Container bietet die größte Kombination aus Energieerzeugung, Batteriespeicher und Ausgangsleistung. Dadurch kann ein System mehrere Krisenfunktionen und unterteilte Stromgruppen unterstützen.

Vergleichen Sie die Mobisun-Systeme für den Katastrophenschutz

Überblick der drei Systeme auf einen Blick:

SystemBatterieSolarmoduleAC-AusgangGeneratorAufstellungEmpfohlener Einsatz
Solar Trailer20kWh8kWp7kVA10kVACirca 10 Min.Erste Reaktion und mobiler Notstrom
20ft Container50kWh13,3kWp22kVA20kVACirca 30 Min.Feldlazarett, Unterkunft oder Krisenzentrum
40ft Container100kWh37,4kWp44kVA40kVACirca 30 Min.Regionaler Hub, große Unterkunft oder Mikronetz

Alle Systeme verfügen über Solar Tracking, Remote Monitoring und Anschlüsse für ein- und dreiphasigen Strom. Die B2B-Systeme sind zudem mit ca. 25% Kapazitätsreserve für zusätzliche Betriebssicherheit und Spitzenlasten ausgelegt.

Welches System passt zu welcher Krisenphase?

Eine Krisenreaktion verläuft oft in Phasen. Je Phase gelten andere Prioritäten und Energiebedarfe.

Phase 1: Akute Reaktion

Typische Dauer: Stunden bis wenige Tage

Prioritäten

  • Kommunikation
  • Beleuchtung
  • medizinische Triage
  • Registrierung
  • Akkuladen
  • Krisenkoordination
Empfohlener Ausgangspunkt: Solar Trailer — Mobilität und kurze Aufstellungszeit machen den Trailer für den Ersteinsatz geeignet.

Phase 2: Stabilisierung

Typische Dauer: Mehrere Tage bis Wochen

Prioritäten

  • Feldlazarett
  • temporäre Unterkunft
  • zentrale Kommunikation
  • Logistik
  • Wasser und Sanitärversorgung
  • Kühlung von Lebensmitteln und Materialien
Empfohlener Ausgangspunkt: 20ft Solar Container — der größere Akku und der 22kVA-Ausgang bieten mehr Platz für mehrere Einrichtungen und längere Einsätze.

Phase 3: Wiederherstellung und temporäre Infrastruktur

Typische Dauer: Wochen bis Monate

Prioritäten

  • zentrale Krisenorganisation
  • mehrere Gebäude oder Zonen
  • regionale Logistik
  • Telekommunikation
  • Wasserinfrastruktur
  • Wiederaufbau
  • temporäres Mikronetz
Empfohlener Ausgangspunkt: 40ft Solar Container — der 100kWh-Speicher und der 44kVA-Ausgang machen das System für größere Lasten und mehrere Verbrauchsgruppen geeignet.

Benötigtes System berechnen

Der Mobisun B2B-Rechner enthält ein Standardprofil von ca. 2.500W für Nothilfe und medizinische Anwendungen. Der Rechner berücksichtigt Durchschnittsleistung, Betriebszeit, Jahreszeit, Solarproduktion, Akkukapazität und eventuelle Generatornutzung.

1. Art des Einsatzes

  • Krisenkommandoposten
  • medizinische Notstation
  • Feldlazarett
  • temporäre Unterkunft
  • Kommunikationshub
  • Pumpen- oder Wasseraufbereitungsanlage
  • Logistik-Hub
  • regionale Krisenbasis

2. Durchschnittsleistung

Geschätzte Durchschnittsleistung in Kilowatt. Ein Standard-Nothilfeprofil liegt bei ca. 2,5kW; ein Feldlazarett zwischen 5 und 15kW.

3. Betriebszeit

  • 8 Stunden
  • 12 Stunden
  • 24 Stunden
  • 48 Stunden

4. Gewünschte Autonomie ohne Sonne

Wie lange das System auf Batterie betrieben werden soll, ohne neue Solarproduktion. Für kritische Anwendungen gelten meist mindestens 24 Stunden.

5. Jahreszeit oder Wettersituation

  • Sommer
  • Frühling oder Herbst
  • Winter
  • langanhaltend bewölkt

6. Generator verfügbar

  • ja, bereits vorhanden
  • im System integrieren
  • nur als Notreserve
  • kein Generator zulässig

Rechnerergebnis

  • voraussichtlicher täglicher Energieverbrauch
  • geschätzte Solarproduktion
  • benötigte Batteriekapazität
  • indikative Autonomie
  • eventuelle Generatorstunden
  • empfohlenes System
  • Möglichkeit, den Bericht per E-Mail zu erhalten

Indikative Batterieautonomie

Die folgende Tabelle zeigt die nominale Batteriedauer ohne neue Solarproduktion, Generatornutzung, Umsetzungsverlust oder Sicherheitsreserve.

Durchschnittliche LastSolar Trailer 20kWh20ft Container 50kWh40ft Container 100kWh
2,5kWCirca 8 StundenCirca 20 StundenCirca 40 Stunden
5kWCirca 4 StundenCirca 10 StundenCirca 20 Stunden
10kWCirca 2 StundenCirca 5 StundenCirca 10 Stunden
Dies sind ausschließlich theoretische Angaben basierend auf der nominalen Batteriekapazität. Für eine Krisenversorgung müssen Umsetzungsverluste, Akkureserve, Temperatur, Alterung, Anlaufspitzen und unvorhergesehene Zusatzlasten berücksichtigt werden.

Hybridenergie für maximale Betriebssicherheit

Sonnenenergie und Batteriespeicher können einen großen Teil der täglichen Stromversorgung bewältigen. Beim Katastrophenschutz ist es jedoch unklug, die Zuverlässigkeit ausschließlich auf durchschnittliche Wetterbedingungen zu stützen.

So funktioniert ein Hybridsystem:

  1. Die Solarmodule speisen die aktuelle Last.
  2. Überschüssige Energie lädt den Akku.
  3. Der Akku übernimmt den Verbrauch am Abend und in der Nacht.
  4. Nicht kritische Gruppen können bei niedrigem Akkustand abgeschaltet werden.
  5. Der Generator wird eingesetzt, wenn voreingestellte Grenzen erreicht werden.
  6. Sobald ausreichend Energie verfügbar ist, kehrt das System zu Sonne und Akku zurück.

Alle drei großen Mobisun-Systeme können mit einem Generator zusammenarbeiten. Mobisun empfiehlt 10kVA für den Solar Trailer, 20kVA für den 20ft Container und 40kVA für den 40ft Container. Die genaue Startlogik, Umschaltung und Prioritäten müssen Teil des projektspezifischen technischen Entwurfs sein.

Essenzielle Stromgruppen priorisieren

Beim Katastrophenschutz muss Energie nicht nur erzeugt, sondern auch bewusst verteilt werden. Durch die Nutzung separater Stromgruppen und Prioritäten bleibt mehr Energie für kritische Funktionen verfügbar.

Priorität 1: kontinuierlich verfügbar

  • Notkommunikation
  • kritische medizinische Geräte
  • Notbeleuchtung
  • Netzwerk- und Routerausrüstung
  • Alarmsysteme
  • essenzielle Kühlung
  • Krisenregistrierung

Priorität 2: betrieblich wichtig

  • reguläre Arbeitsbeleuchtung
  • Laptops und Büroausstattung
  • Belüftung
  • Logistiksysteme
  • Ladestationen
  • unterstützende medizinische Geräte

Priorität 3: planbar oder abschaltbar

  • nicht essenzielle Heizung
  • große Küchengeräte
  • Wäscherei
  • Fahrzeugladen
  • schwere Werkzeuge
  • sonstige Komforteinrichtungen

Praktische Krisenkonfigurationen

Drei Beispielkonfigurationen für häufige Krisenszenarien.

Rapid Response Energy Unit

Empfohlene Basis

  • 1 × Solar Trailer
  • zentrale 230V- und 400V-Verteilung
  • Kommunikationsausrüstung
  • mobile LED-Beleuchtung
  • Ladestation für Funkgeräte und Telefone
  • geschützte Kabelanlage
  • 10kVA-Generator als Reserve
  • Remote Monitoring

Geeignet für

  • erste Nothilfe
  • mobiler Kommandoposten
  • medizinische Triage
  • Kommunikationswiederherstellung
  • temporäre Geländebeleuchtung

Field Hospital Energy Hub

Empfohlene Basis

  • 1 × 20ft Solar Container
  • 50kWh Batteriespeicher
  • 13,3kWp Solar Tracking
  • 20kVA-Generator
  • medizinische und allgemeine Stromgruppen
  • separate Gruppe für Kühlung
  • Energiemessung und Monitoring
  • Generator- und Batteriereserve

Geeignet für

  • mobiles Feldlazarett
  • größere medizinische Station
  • temporäre Pflegeeinrichtung
  • Unterkunftszentrum mit medizinischer Unterstützung

Regional Disaster Response Microgrid

Empfohlene Basis

  • 1 × 40ft Solar Container
  • 100kWh Batteriespeicher
  • 37,4kWp Solarmodule
  • 40kVA-Generator
  • mehrere Verteilerkästen
  • separate Gruppen pro Organisation oder Funktion
  • zentrales Monitoring
  • Kommunikations- und Logistikinfrastruktur

Geeignet für

  • regionales Krisenzentrum
  • großes Unterkunftslager
  • Logistikbasis
  • Koordination mehrerer Hilfsdienste
  • temporäre öffentliche Infrastruktur

Logistik und Vorbereitung

Ein Energiesystem ist nur dann schnell einsetzbar, wenn im Voraus klar ist, wie es transportiert, aufgestellt und angeschlossen wird. Prüfen Sie vor dem Einsatz:

Checkliste

  • Erreichbarkeit für Trailer oder Containertransport
  • verfügbare und ausreichend tragfähige Oberfläche
  • Platz zum Ausklappen der Solarmodule
  • Beschattung durch Gebäude, Bäume und Fahrzeuge
  • sicherer Abstand zu Öffentlichkeit und Arbeiten
  • Erdung und Überspannungsschutz
  • Kabelwege
  • Verteilerkästen und Selektivität
  • Brandschutz
  • Schutz vor Diebstahl oder Sabotage
  • Generatoraufstellung und Kraftstofflagerung
  • örtliche Gesetze und Vorschriften
  • geschulte Anwender

Remote Monitoring und Energiekoordination

Während einer Krise müssen Verantwortliche schnell erkennen können, wie viel Energie verfügbar ist. Ein praktisches Monitoring-Dashboard kann unter anderem anzeigen:

Dashboard-Bestandteile

  • aktuelle Solarproduktion
  • aktueller Energieverbrauch
  • Batteriestand in Prozent
  • Lade- und Entladeleistung
  • verbleibende geschätzte Autonomie
  • Generatorstatus
  • Störungsmeldungen
  • Verbrauch pro Zeitraum
  • historischer Ertrag
  • Status pro Standort

Alle drei Systeme unterstützen Remote Monitoring und Control. Bei mehreren Systemen kann geprüft werden, ob die Daten in einem zentralen Krisendashboard zusammengeführt werden können.

Von der Risikoanalyse zum einsatzbereiten System

Mobisun beschreibt für B2B-Projekte einen Prozess aus Aufnahme, Entwurf und Angebot, Produktion, Lieferung, Installation und optionalem Service. Ein maßgeschneidertes Angebot wird in der Regel innerhalb von fünf Werktagen erstellt; die Produktionszeit beträgt vier bis zwölf Wochen, je nach Komplexität.

1. Aufnahme und Szenarioanalyse

Legen Sie fest, welche Katastrophenszenarien, Standorte und Einrichtungen unterstützt werden müssen.

2. Geräteinventarisierung

Notieren Sie pro Gerät:

  • Normalleistung
  • Anlauf- oder Spitzenleistung
  • tägliche Nutzungsdauer
  • Spannung und Anschluss
  • kritischer Status
  • maximal zulässige Unterbrechung

3. Energie- und Autonomieberechnung

Berechnen Sie den täglichen Energiebedarf, die gewünschte Reserve und die voraussichtliche Solarproduktion unter verschiedenen Bedingungen.

4. Technischer Entwurf

Bestimmen Sie:

  • Systemgröße
  • Generatorstrategie
  • Stromverteilung
  • Redundanz
  • Monitoring
  • Verkabelung
  • Erdung
  • Transport- und Aufstellungsplan

5. Test und Übung

Testen Sie das System vorab mit der tatsächlichen Ausrüstung. Integrieren Sie die Energieversorgung in Übungen und Krisenprotokolle.

6. Lieferung und Inbetriebnahme

Das System wird aufgestellt, angeschlossen und mit den tatsächlichen Kriseneinrichtungen getestet.

Häufig gestellte Fragen zu Notstrom für den Katastrophenschutz

Welches System ist am schnellsten einsetzbar?

Der Solar Trailer ist das mobilste System und kann in etwa zehn Minuten von einer Person aufgestellt werden. Die Container haben eine Aufstellungszeit von circa dreißig Minuten, erfordern jedoch passenden Transport und einen vorbereiteten Standort.

Kann ein Mobisun-System 24 Stunden am Tag Strom liefern?

Das System kann für kontinuierlichen Einsatz ausgelegt werden, jedoch hängt die erreichbare Betriebsdauer vom Verbrauch, der Solarproduktion, der Batteriereserve und der Generatorstrategie ab. Für kritische 24/7-Anwendungen sind eine projektspezifische Berechnung und Redundanz erforderlich.

Kann Sonnenenergie einen Dieselgenerator vollständig ersetzen?

Das ist in einigen Situationen möglich, jedoch nicht bei jedem Krisenprofil. Bei ausreichend Sonne, Speicher und beherrschbarer Last kann der Generator lange ausgeschaltet bleiben. Bei schlechten Wetterbedingungen und unerwarteter Last kann Generator-Backup zusätzliche Betriebssicherheit bieten.

Funktionieren die Systeme auch nachts?

Ja. Die Solarmodule laden den Akku tagsüber. Die gespeicherte Energie kann abends und nachts genutzt werden.

Was passiert bei langanhaltend bewölktem Wetter?

Die Solarproduktion sinkt. Die Batteriereserve und gegebenenfalls der integrierte oder gekoppelte Generator müssen das Defizit dann ausgleichen. Der Mobisun-Rechner rechnet für bewölkte Bedingungen mit ca. 0,8 effektiven Sonnenstunden.

Können medizinische Geräte angeschlossen werden?

Das ist möglich, wenn Spannung, Stromqualität, Dauerleistung, Anlaufleistung und Autonomie geeignet sind. Jede medizinische Anwendung muss technisch validiert werden. Für lebenserhaltende Geräte ist zusätzliche zertifizierte und redundante Notstromversorgung erforderlich.

Verfügen die Systeme über 400V?

Ja. Der Solar Trailer bietet 400V-Dreiphasenstrom bis 10A. Die 20ft- und 40ft Container verfügen über einen 400V-Dreiphasenanschluss von 63A.

Können Pumpen angeschlossen werden?

Ja, wenn die Dauerleistung und die Anlaufspitze innerhalb der technischen Grenzen liegen. Pumpen müssen stets anhand ihrer maximalen Anlaufleistung überprüft werden.

Sind die Systeme für den Außeneinsatz geeignet?

Der Solar Trailer hat eine IP54-Klassifizierung. Die allgemeine B2B-Seite gibt IP54 für alle drei großen Systeme an. Anschlüsse, Kabel und Verteilerausrüstung müssen angemessen gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.

Können die Systeme aus der Ferne überwacht werden?

Ja. Remote Monitoring und Control werden für den Solar Trailer, 20ft Solar Container und 40ft Solar Container angegeben.

Kann der Solar Trailer temporär gemietet werden?

Ja. Mobisun bietet für den Solar Trailer kurz- und langfristige Miete sowie Leasing an. Service, Wartung, Lieferung und Aufstellung können Teil der Vereinbarung sein.

Kann ein Generator automatisch integriert werden?

Alle großen Mobisun-Systeme können mit Generatorunterstützung arbeiten. Die automatische Start-, Stopp- und Umschaltlogik muss pro Projekt konfiguriert und getestet werden.

Energiesicherheit, wenn die reguläre Infrastruktur ausfällt

Eine wirksame Krisenreaktion erfordert mehr als einzelne Generatoren. Es bedarf einer skalierbaren Energieversorgung, die schnell einsetzbar ist, lokal Energie erzeugen und wichtige Einrichtungen auch nach Sonnenuntergang unterstützen kann.

Der Mobisun Solar Trailer und die 20ft- und 40ft Solar Container vereinen Sonnenenergie, Batteriespeicher, Remote Monitoring und Generatorunterstützung in einem System. So entsteht eine mobile Energieversorgung für erste Nothilfe, Kommunikation, Feldlazarette, Krisenzentren, temporäre Unterkünfte, Logistik-Hubs, Wassermanagement und langfristigen Wiederaufbau.